Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) warnt vor einer einseitigen Debatte, in der soziale Leistungen vor allem unter dem Aspekt der Kosten betrachtet werden. In einem aktuellen 10-Punkte-Papier betonen die Wohlfahrtsverbände, dass soziale Ausgaben Investitionen in gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teilhabe und Stabilität sind und langfristig hohe Folgekosten vermeiden können.
Besondere Sorge äußert die BAGFW hinsichtlich möglicher Einschränkungen des Subsidiaritätsprinzips. Dieses ist ein zentrales Element des deutschen Sozialstaats und stärkt die Rolle freier, gemeinnütziger Träger bei der Erbringung sozialer Leistungen. Nach Auffassung der Verbände sichern Trägervielfalt, Bürgernähe und Wahlfreiheit eine bedarfsgerechte Unterstützung für die Menschen vor Ort.
Für den Deutschen Diabetiker Bund e.V. (DDB) ist diese Diskussion von besonderer Bedeutung. Als Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband – einem der Spitzenverbände der BAGFW – ist der DDB Teil der vielfältigen gemeinnützigen Trägerlandschaft, die das deutsche Sozialwesen mitgestaltet. Selbsthilfeorganisationen leisten einen wichtigen Beitrag zur Beratung, Unterstützung und Interessenvertretung von Menschen mit chronischen Erkrankungen und sind auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen.


