BAGFW warnt vor Schieflage in der Sozialdebatte

Mit einem aktuellen 10-Punkte-Papier positioniert sich die BAGFW gegen eine reine Kostendebatte im Sozialbereich.
Freie Wohlfahrtspflege, Selbsthilfe und ehrenamtliches Engagement sind wichtige Bestandteile der sozialen Infrastruktur in Deutschland.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) warnt vor einer einseitigen Debatte, in der soziale Leistungen vor allem unter dem Aspekt der Kosten betrachtet werden. In einem aktuellen 10-Punkte-Papier betonen die Wohlfahrtsverbände, dass soziale Ausgaben Investitionen in gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teilhabe und Stabilität sind und langfristig hohe Folgekosten vermeiden können.

Besondere Sorge äußert die BAGFW hinsichtlich möglicher Einschränkungen des Subsidiaritätsprinzips. Dieses ist ein zentrales Element des deutschen Sozialstaats und stärkt die Rolle freier, gemeinnütziger Träger bei der Erbringung sozialer Leistungen. Nach Auffassung der Verbände sichern Trägervielfalt, Bürgernähe und Wahlfreiheit eine bedarfsgerechte Unterstützung für die Menschen vor Ort.

Für den Deutschen Diabetiker Bund e.V. (DDB) ist diese Diskussion von besonderer Bedeutung. Als Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband – einem der Spitzenverbände der BAGFW – ist der DDB Teil der vielfältigen gemeinnützigen Trägerlandschaft, die das deutsche Sozialwesen mitgestaltet. Selbsthilfeorganisationen leisten einen wichtigen Beitrag zur Beratung, Unterstützung und Interessenvertretung von Menschen mit chronischen Erkrankungen und sind auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen.

Über Uns

Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB e.V.), gegründet am 02.01.1951, ist Deutschlands älteste Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Diabetes. Mit Sitz in Berlin und bundesweiten Landes- und Regionalverbänden, setzt sich der Verein seit über 75 Jahren für die Lebensqualität von Diabetikern ein. Zu den Zielen zählen eine flächendeckende ambulante und stationäre Versorgung, Prävention, Aufklärung, patientenorientierte Diabetestherapie, regelmäßige Schulungen sowie psychosoziale und sozialrechtliche Unterstützung. All dies geschieht mit dem Ziel, die höchstmögliche Lebensqualität für Betroffene zu gewährleisten.

Weitere Beiträge