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Publikation - Im Einsatz für Menschen mit Diabetes mellitus

Diabetes und Fahrtauglichkeit

Mit Diabetes am Steuer

Fast alle Menschen mit Diabetes können am Straßenverkehr teilnehmen. Denn Diabetes schränkt in der Regel weder die berufliche noch die private Fahreignung ein. Das ist die Kernaussage der neuen europäischen Leitlinie "Diabetes und Straßenverkehr", die 2018 veröffentlicht wurde.
Sie enthält klare Aussagen über die Fahrtauglichkeit bei Diabetes - erstmals auf wissenschaftlicher Basis und für ganz Europa. In Deutschland hat fast jede 10. Person, die einen Führerschein bestzt, Diabetes.

Höhere Beiträge für Mitglieder des DDB-Bundesverbands!

Für 2019 gelten höhere Mitgliedsbeiträge. Um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Der neue Jahresbeitrag gilt nicht für Mitglieder der Landesverbände Brandenburg, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt, sondern nur für DDB-Mitglieder des DDB-Bundesverbandes (Einzelmitglieder, Mitglieder der Regionalverbände)!
Der neue Beitrag macht einheitlich 66 Euro inklusive Diabetes-Journal aus. Mitglieder, die ein Abonnement des DJ haben wollen, teilen ihren Wunsch bitte unter folgender Mail-Adresse mit:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Für Schüler, Studenten, Hartz-4-Empfänger und Rentner mit Grundsicherung kann ein ermäßigter Beitrag (48 Euro) beantragt werden.
Hintergrund für die Anpassung der Mitgliedsbeiträge sind die deutlich gestiegenen Kosten im Personal- und Sachkostenbereich des Verbands. „Wir wollen, dass der DDB auch künftig leistungsfähig ist, um die Interessen aller Menschen mit Diabetes zu vertreten“, betont die DDB-Bundesvorsitzende Sandra Schneller. Durch den monatlichen Bezug des Diabetes-Journals als offizielles Organ haben Sie stets aktuelle Informationen rund um das Thema Diabetes“, sagt sie. „Wir bitten um Ihr Verständnis für diese notwendige Beitragsanpassung und hoffen auf Ihre weitere Unterstützung des DDB bei der Wahrnehmung seiner vielfältigen Aufgaben.“
Weitere Infos gibt die DDB-Bundesgeschäftsstelle.

Quelle: DDB, 15. Januar 2019

Viel passiert, viel erreicht!

Ein turbulentes Diabetes-Jahr geht zu Ende. Und es gibt mindestens zwei gute Nachrichten. Die Wichtigste zuerst: Die Nationale Diabetes-Strategie wird in Deutschland bald Realität. Darauf hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Oktober in Berlin hingewiesen. Endlich! Um die Diabetes-Epidemie wirksam bekämpfen zu können, sind strukturierte und gebündelte Maßnahmen dringend erforderlich und nicht nur – wenn auch erfolgreiche – Einzelprojekte.

Wie wichtig es ist, dass alle Diabetesorganisationen an einem Strang ziehen und mit einer Stimme gegenüber der Politik sprechen, zeigt sich vor allem bei der Dia­betes-Strategie.

Vielversprechend: die neue ­Diabetiker-Allianz

Einen großen Schritt in Richtung qualitätsgesicherter Behandlung aller chronisch kranken Patienten mit Diabetes – Hand in Hand, Schulter an Schulter – das ist das Ziel der Deutschen Diabetiker-Allianz. Sie ist eine Arbeitsgemeinschaft der Diabetes-Selbsthilfe, in der seit Februar die vier großen Diabetikerverbände eng zusammenstehen: Der Deutsche Dia­betiker Bund (DDB), der Diabetikerbund Bayern, die Deutsche Diabetes Föderation (DDF) und die Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M). Der Fokus der neuen Allianz liegt in der politischen Arbeit.

Die Forderungen: ein Nationaler Diabetesplan, Therapiesicherheit für Diabetiker bis ins hohe Alter und die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes in Kita und Schule.

Der Typ F: Unterstützung von ­Familie und Freunden

„Familie und Diabetes“ lautet das Motto des Weltdiabetestags 2018/2019. In aller Munde ist heute der Diabetes Typ F – das „F“ steht für Familie und Freunde; Sie haben vielleicht schon davon gehört. Und Sie kennen es sicher: Als Dia­betiker fällt einem das tägliche Diabetes-Management viel leichter, wenn man familiären und/oder freundschaftlichen Rückhalt hat. Auch die Diabetes-Selbsthilfe und der Erfahrungsaustausch mit Mitpatienten können hier wertvolle Hilfe leisten.

Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage und einen tollen Start ins neue Jahr – mit guten Glukosewerten und im Kreise der Menschen, die Sie in Ihrer Diabetestherapie aktiv unterstützen.

Ihre

Sandra Schneller, DDB-Bundesvorsitzende

Quelle: DDB, 20. Dezember 2018

Reiserücktritt: Vorsicht bei der Stornogebühr!

Endlich, der Urlaubsantritt naht, die Vorfreude steigt. Doch dann das: Man fühlt sich plötzlich schlecht, will es nicht wahrhaben („nicht jetzt“), doch der Arztbesuch lässt alle Hoffnung erlöschen: „Sie sind nicht reisefähig.“

Ist das nicht schon niederschmetternd genug, kommt dann auch noch eine weitere Hiobsbotschaft: Die für einen solchen Fall abgeschlossene Reiserücktrittskostenversicherung will die Stornogebühren der Reise nicht übernehmen und beruft sich dazu auf ihre allgemeinen Versicherungsbedingungen. In diesen steht:

Versicherungsschutz besteht, wenn die Durchführung der Reise nicht zumutbar ist, weil die versicherte Person selbst oder der versicherte Reisebegleiter von einem der nachstehenden Ereignisse betroffen wird: unerwartet schwere Erkrankung; eine unerwartet schwere Erkrankung liegt vor, wenn aus einem stabilen Zustand des Wohlbefindens und der Reisefähigkeit heraus konkrete Krankheitssymptome auftreten, die dem Reiseantritt entgegenstehen und Anlass zur Stornierung geben.

Die Erkrankung muss also zunächst einmal „schwer“ sein. Schon dieser Umstand wird nicht genau definiert und ist in Abhängigkeit von der Reiseart zu sehen. Eine Fernreise oder eine Trekkingtour erfordern vom Körper sicher mehr als ein bloßer Aufenthalt in einer Ferienwohnung. Generell wird ein bloßes Unwohlsein nicht ausreichen. Wann aber nun genau eine solche Schwere vorliegt, bleibt offen. Schon hier ist also diese 
Klausel unklar. Darüber hinaus muss die Erkrankung aber auch „unerwartet“ sein, was gerade bei chronischen Erkrankungen (wie bei Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes, Allergien, Depressionen) oftmals zu Problemen führt, da es auch bei diesen Erkrankungen stabile Phasen gibt.
 
Chronische Erkrankung? Nichts Unerwartetes!
Die Argumentation der Versicherungen dazu lautet regelmäßig wie folgt: Chronische Erkrankungen mit schwankendem Verlauf sind beim Auftreten sog. Krankheitsschübe bzw. bei Grunderkrankungen, die phasenweise in ein akutes Stadium treten, nicht als unerwartet zu bezeichnen. In diesem Sinne haben auch schon Gerichte entschieden.
 
In einem Zivilprozess vor dem Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg in Berlin ging es um einen Mann mittleren Alters, der unter Morbus Crohn, einer entzündlichen Darmerkrankung, litt. Dieser hatte für sich und seine Ehefrau eine lang ersehnte Flugreise in die Dominikanische Republik gebucht. Eine Woche vor Reiseantritt fühlte er sich plötzlich schlecht, hatte Magenkrämpfe und Durchfall, Schwindel und Erbrechen; an eine Reise war nicht zu denken. Der aufgesuchte Arzt wies ihn sogar in ein Krankenhaus ein, wo er 3 Tage bleiben musste.
 
Die Reise war bereits storniert, Stornogebühren von rund 3 000 Euro fielen an. Der Reiserücktrittskostenversicherer lehnte eine Übernahme der Stornogebühren ab und verwies auf die fragliche Klausel. Es handele sich nicht um eine unerwartete schwere Erkrankung, mit derartigen Schüben sei halt immer zu rechnen.

Das Amtsgericht verurteilte die Versicherung jedoch zur Zahlung der Stornogebühren und erklärte die fragliche Klausel für unwirksam. Die Versicherungsbedingungen seien allgemeine Geschäftsbedingungen und an den Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) zu messen. Diese erfordern, dass die entsprechenden Klauseln transparent seien. Dies wären sie aber nur dann, wenn die daraus resultierenden Rechte und Pflichten des Versicherten klar und eindeutig seien, insbesondere dort, wo es um die Einschränkung des Versicherungsschutzes gehe.
 
Problematisch sei die Klausel, wenn eine Erkrankung schon bei Vertragsabschluss vorläge und sich diese später plötzlich verschlechtere. Hier stelle sich die Frage, wie man beurteilen soll, ob mit dieser Verschlechterung gerechnet werden konnte oder nicht, zumal die Klausel dafür keine Kriterien vorgibt. Stellte man hier auf Wahrscheinlichkeiten ab, bliebe zudem unklar, ob dies subjektiv aus Sicht des Versicherten zu beurteilen sei. Nach alldem sah das Gericht die Klausel als zu unbestimmt und unklar an, erklärte diese als unwirksam, so dass sich der Versicherer nicht darauf berufen konnte (Urteil vom 21.06.2017 – 5 C 74/17). Dieser akzeptierte das Urteil, ging nicht in die Berufung, zahlte die Stornogebühren und musste zudem alle Gerichts- und Anwaltskosten tragen.
 
Auch der Bund der Versicherten kämpft seit längerem für die Klarstellung der fraglichen Klausel.
 
Rechtsanwalt Bernd Michalski, Berlin
 

Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft am 30.11.2017 (Auszug)

Wenn es dunkel wird - warum Depressionen bei Diabetes ein massives Problem darstellen

In Deutschland sind 6,5 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, die meisten an Typ 2.
Davon leiden schätzungsweise 800.000 Menschen gleichzeitig an einer behandlungsbedürftigen Depression. “Depressionen kommen bei Menschen mit Diabetes damit doppelt so häufig vor wie in der Allgemeinbevölkerung”, sagt Professor Dr. Diplom-Psychologe Bernd Kulzer, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Mit ernsten Folgen: Die
Betroffenen haben schlechtere Blutzuckerwerte und entwickeln häufiger gefäßbedingte Folgeerkrankungen etwa an Nieren, Augen und Füßen. Darüber hinaus ist die Suizidgefahr um 50 Prozent erhöht, vor allem bei jüngeren Männern mit Diabetes Typ 1. Betroffene sollten sich bei Warnzeichen psychologische Hilfe suchen, rät die DDG.
Dafür gibt es spezielle Expertise - zum Beispiel von Fachpsychologen Diabetes der DDG.
“ Depressiv erkrankte Menschen mit Diabetes können sich an jeden niedergelassenen Psychotherapeuten wenden”, ergänzt Dr. Andrea Benecke, Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK).
“Depressionen bei Patienten mit Diabetes stellen ein massives und bislang unterschätztes Problem dar”, beton Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident und Pressesprecher der DDG. Auslöser einer begleitenden Depression sind häufig diabetesbezogene Belastungen. “Patienten mit Diabetes müssen jeden Tag Verantwortung für ihre Therapie übernehmen, ihre Blutzuckerwerte genau im Blick haben, Medikamente dosieren und einnehmen, Rückschläge verarbeiten”, erläutert Kulzer. “Dies kann besonders dann stressig und depressionsfördernd sein, wenn neben dem Diabetes noch andere Belastungen im Leben vorhanden sind, negative Erlebnisse wie Unterzuckerungen oder Folgeerkrankungen auftreten oder Menschen wenig Unterstützung im Umgang mit dem Diabetes erfahren.”
Darüber hinaus übt die Depression einen direkten negativen körperlichen Einfluss auf die Stoffwechselstörung aus. Grund: Die psychische Erkrankungen führt über eine Aktivierung der Hypophysen-Nebennieren-Achse zu einer Erhöhung entzündlicher Prozesse an den großen und kleinen Blutgefäßen. “Das wiederum fördert die Entstehung weiterer Folgeerkrankungen etwa an Nerven, Augen, Füßen oder Neren”, so Kulzer.
Die Folgeerkrankungen - dazu zählen vor allem Schlaganfall und Herzinfarkt - tragen maßgeblich dazu bei, das Sterblichkeitsrisiko bei Menschen mit Diabetes und Depression zu verdoppeln. Ein weiterer Faktor ist die erhöhte Suizidrate. “Wir müssen leider feststellen, dass das Suizidrisiko höher liegt als bei depressiven Menschen ohne Diabetes”, so Kulzer.
Die Hälfte aller Depressionen bei Diabetes wird nicht erkannt. “Die Diagnose wird viel zu selten gestellt”, so Kulzer. Patienten sollten daher auf entsprechende Warnzeichen achten. “Wenn die Therapie zur Last wird und mehr Energie als bisher kostet, ist das ein Alarmsignal”, erklärt der Psychologie.
Im Zuge einer Psychotherapie stärken die Experten unter anderem die Ressourcen der Diabetespatienten, ermöglichen Erfolgserlebnisse oder finden tiefer liegende negative Muster, die der Diabetesbehandlung im Wege stehen und bearbeitet werden müssen.
“Ziel einer Therapie ist eine gefestigte psychische Verfassung, die eine Rückkehr zu einem verlässlichen Selbstmanagement des Diabetes ermöglicht, was sich wiederum in einem stabilen HbA1c ausdrückt”, erläutert Andrea Benecke.
Wer sich depressiv fühlt, kann zunächst einen Kurztest de WHO machen:
www.diabetes-psychologie.de
Die DDG führt eine Liste aller “Fachpsychologen Diabetes DDG”, die eine spezielle diabetologische Weiterbildung erhalten haben: www.diabetes-psychologie.de

Highlight der 11. Diabetes Herbsttagung und des Hypertonie-Kongresses am 10. und 11. November 2017 in Berlin

Zum ersten Mal fand ein gemeinsamer Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft und der Deutschen Hypertoniegesellschaft statt. Beide Volkskrankheiten müssen einen wesentlichen Schwerpunkt auf die Prävention richten.

Highlights der gemeinsamen Sitzung ist die Präsentation  der neuen oralen Antidiabetika mit blutdrucksenkender und nierenschützender Wirkung, die das kardiovaskuläre Risiko erheblich reduzieren.

Bluthochdruck führt häufig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Rund 50 Prozent der Schlaganfälle und Herzinfarkte gehen darauf zurück. Eine rechtzeitige und effektive Behandlung des Bluthochdrucks mit einer Senkung um nur wenige Millimeter Hg kann das Risiko für diese Folgeerkrankungen wesentlich verringern.

Richtig Blutdruck messen - so geht es:

Immer zur gleichen Zeit morgens und abends messen.

Die Messung sollte erst nach fünf Minuten ruhigen Sitzens im entspannten Zustand stattfinden.

Die Umgebung sollte ruhig sein, Beine nicht überkreuzen.

Den zu messenden Arm auf den Tisch legen.

Der Unterrand der Blutdruckmanschette eines Oberarmmessgeräts sollte 2,5 cm über der

Ellenbeuge enden (Manschette in Herzhöhe). Auf die richtige Größe der Blutdruckmanschette ist dabei zu achten: Ist sie zu klein wird ein zu hoher Blutdruckwert ermittelt.

Bei der Messung mit einem Handgelenkblutdruckmessgerät ist unbedingt darauf zu achten,

dass sich die Messmanschette in Herzhöhe befindet.

Sind die Blutdruckwerte an beiden Armen unterschiedlich, gilt der höhere Blutdruckwert.

Wiederholungsmessungen sollten frühestens nach einer halben Minute stattfinden. Empfohlen werden zwei Messungen hintereinander, wobei der zweite, in der Regel niedrigere Wert zählt.

Bei Herzrhythmusstörungen ist zu prüfen, ob das eingesetzte Gerät verlässliche Werte liefert und daher verwendet werden kann.

Es sollten nur validierte Blutdruckmessgeräte zum Einsatz kommen. Empfohlen werden vor allem Geräte, die das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga tragen.

Leitliniengerechte Zielwerte

Blutzuckerwert nüchtern: 100 bis 125 mg/dl (5,6 - 6,9 mmol/l)

Blutzucker 2 Stunden nach den Mahlzeiten: 140 - 199 mg/dl (7,8 - 11,0 mmol/l)

HbA1c-Wert: 6,5 bis 7,5 %

LDL-Cholesterin < 70 mg/dl (1,8 mmol/l)

Blutdruck: < 140/90 mmHg

Quelle: Diabetes aktuell, Heft 7/November 2017

Vielen Dank an unsere Patientenvertreter im GBA

Vielen Dank an unsere Patientenvertreter im GBA

Der Deutsche Diabetiker Bund ist die einzige Selbsthilfeorganisation im Bereich Diabetes, die Patientenvertreter in den gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) entsendet.

Namentlich sind dieses die Berliner Rechtsanwältin Sabine Westermann und der ehemalige Bundesvorsitzende des DDB, Dieter Möhler.

Sabine Westermann ist an Typ I. Diabetes erkrankt und engagiert sich bereits seit vielen Jahren im DDB, so war sie u.a. bereits Schatzmeisterin des DDB Landesverbandes Berlin. Als Juristin betreibt sie eine eigene Anwaltskanzlei an der Karl-Marx-Straße in Berlin (www.ihr-gesundheitsrecht.de).

Neben dem Familienrecht widmet sich Sabine Westermann insbesondere dem Medizinrecht und hat sich hier auf das Thema Diabetes mellitus spezialisiert. Für viele Betroffene Diabetiker konnte sie vor den zuständigen Sozialgerichten CGM-Verordnungen juristisch erringen.

Der Meininger Dieter Möhler ist vielen sicherlich durch seine langjährige Tätigkeit als Bundesvorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes bekannt. Sein Bruder und er sind seit Kindesbeinen an Typ I.-Diabetes erkrankt und auch sein Sohn ist betroffen.

Gemeinsam mit seiner Frau betrieb er eine eigene Rechtsanwaltskanzlei in Thüringen. Sein fundiertes Wissen stellte er allen Hilfesuchenden im DDB Rechtsberatungsnetz stets gerne zur Verfügung.

Sabine Westermann und Dieter Möhler haben maßgeblichen Anteil an dem vom GBA am 16.06.2016 gefassten Beschluss, die Verordnungsfähigkeit von CGM-System zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse, herzustellen.

Der Deutsche Diabetiker Bund möchte sich auf diesem Wege bei seinen beiden Patientenvertretern im GBA ganz herzlich bedanken. Dieser Beschluss stellt einen Meilenstein in der Behandlung von Menschen mit Diabetes dar. Die in den vergangenen Monaten, ja sogar Jahren, erbrachten Aufopferungen und Mühen, um diesen Beschluss zu erreichen, haben sich gelohnt!

Nachruf Dr. Hermann Finck

Nachruf Dr. Hermann Finck

 

Dr. med. Hermann Finck, Ltd. Medizinaldirektor a.D., geboren am 22.10.1947, gestorben den 14.7.2016.

 

Tief betroffen mussten wir Kenntnis nehmen vom Tode unseres lieben Hermann Finck.

 

Der Tod hat ihn unerbittlich eingeholt. Den, dessen Leben geprägt war von fruchtbarem Schaffen für die medizinischen und sozialen Belange aller Diabetiker in Deutschland. Was hat er geleistet! Wir kennen keinen sozialmedizinischen Bereich im Zusammenhang mit der Erkrankung Diabetes, der nicht durch seine scharfsinnigen Kenntnisse und entwickelten Lösungsansätze wesentlich verbessert worden wäre.

 

Hier war es ein Glücksfall, dass er parallel zu seiner Tätigkeit als Mitglied des Ausschusses Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft, auch über die Grenzen der Aufopferung hinaus, seine Fähigkeiten der Patientenorganisation Deutscher Diabetiker Bund e.V. zur Verfügung gestellt hat, hier als langjähriges Vorstandsmitglied und Mitglied des Ausschusses Diabetes und Soziales.

 

Seine Ehrungen mit der Katsch-Medaille 2012 und mit der Erstverleihung der Ehrenmedaille des Deutschen Diabetiker Bundes zum Weltdiabetestag 2014 decken seine Verdienste um die Menschen nicht anährend ab.

 

Sie können nicht Dank genug sein, an einen, der Mensch und Lebensmensch war und für sich in Anspruch nehmen kann, in bescheidener Ruhe und Klarheit seine Arbeitsgebiete zum Wohl der Patienten klar und methodisch geordnet und überzeugend dargetan zu haben. Stets war er der Ansprechpartner für die Patienten.

 

Viele von uns, vor allem auch in den Bundesvorständen und Gremien, hatten das Glück mit ihm zusammenzuarbeiten und von ihm lernen zu dürfen. Danke, lieber Hermann Finck!

 

Wir halten ihn in Erinnerung, wie er in den schönen Stunden seines Lebens bei uns war. Unsere guten Gedanken begleiten seine Familie in dieser schweren Zeit.

 

Der Bundesvorstand des DDB, auch im Namen der treu verbundenen Landesverbände und Einzelmitglieder

Pressemeldung des GBA zum CGM-Beschluss