platzhalter header Wissenswertes Sie sind hier: Aktuelles | Wissenswertes

Vielen Dank an unsere Patientenvertreter im GBA

Vielen Dank an unsere Patientenvertreter im GBA

Der Deutsche Diabetiker Bund ist die einzige Selbsthilfeorganisation im Bereich Diabetes, die Patientenvertreter in den gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) entsendet.

Namentlich sind dieses die Berliner Rechtsanwältin Sabine Westermann und der ehemalige Bundesvorsitzende des DDB, Dieter Möhler.

Sabine Westermann ist an Typ I. Diabetes erkrankt und engagiert sich bereits seit vielen Jahren im DDB, so war sie u.a. bereits Schatzmeisterin des DDB Landesverbandes Berlin. Als Juristin betreibt sie eine eigene Anwaltskanzlei an der Karl-Marx-Straße in Berlin (www.ihr-gesundheitsrecht.de).

Neben dem Familienrecht widmet sich Sabine Westermann insbesondere dem Medizinrecht und hat sich hier auf das Thema Diabetes mellitus spezialisiert. Für viele Betroffene Diabetiker konnte sie vor den zuständigen Sozialgerichten CGM-Verordnungen juristisch erringen.

Der Meininger Dieter Möhler ist vielen sicherlich durch seine langjährige Tätigkeit als Bundesvorsitzender des Deutschen Diabetiker Bundes bekannt. Sein Bruder und er sind seit Kindesbeinen an Typ I.-Diabetes erkrankt und auch sein Sohn ist betroffen.

Gemeinsam mit seiner Frau betrieb er eine eigene Rechtsanwaltskanzlei in Thüringen. Sein fundiertes Wissen stellte er allen Hilfesuchenden im DDB Rechtsberatungsnetz stets gerne zur Verfügung.

Sabine Westermann und Dieter Möhler haben maßgeblichen Anteil an dem vom GBA am 16.06.2016 gefassten Beschluss, die Verordnungsfähigkeit von CGM-System zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse, herzustellen.

Der Deutsche Diabetiker Bund möchte sich auf diesem Wege bei seinen beiden Patientenvertretern im GBA ganz herzlich bedanken. Dieser Beschluss stellt einen Meilenstein in der Behandlung von Menschen mit Diabetes dar. Die in den vergangenen Monaten, ja sogar Jahren, erbrachten Aufopferungen und Mühen, um diesen Beschluss zu erreichen, haben sich gelohnt!

Nachruf Dr. Hermann Finck

Nachruf Dr. Hermann Finck

 

Dr. med. Hermann Finck, Ltd. Medizinaldirektor a.D., geboren am 22.10.1947, gestorben den 14.7.2016.

 

Tief betroffen mussten wir Kenntnis nehmen vom Tode unseres lieben Hermann Finck.

 

Der Tod hat ihn unerbittlich eingeholt. Den, dessen Leben geprägt war von fruchtbarem Schaffen für die medizinischen und sozialen Belange aller Diabetiker in Deutschland. Was hat er geleistet! Wir kennen keinen sozialmedizinischen Bereich im Zusammenhang mit der Erkrankung Diabetes, der nicht durch seine scharfsinnigen Kenntnisse und entwickelten Lösungsansätze wesentlich verbessert worden wäre.

 

Hier war es ein Glücksfall, dass er parallel zu seiner Tätigkeit als Mitglied des Ausschusses Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft, auch über die Grenzen der Aufopferung hinaus, seine Fähigkeiten der Patientenorganisation Deutscher Diabetiker Bund e.V. zur Verfügung gestellt hat, hier als langjähriges Vorstandsmitglied und Mitglied des Ausschusses Diabetes und Soziales.

 

Seine Ehrungen mit der Katsch-Medaille 2012 und mit der Erstverleihung der Ehrenmedaille des Deutschen Diabetiker Bundes zum Weltdiabetestag 2014 decken seine Verdienste um die Menschen nicht anährend ab.

 

Sie können nicht Dank genug sein, an einen, der Mensch und Lebensmensch war und für sich in Anspruch nehmen kann, in bescheidener Ruhe und Klarheit seine Arbeitsgebiete zum Wohl der Patienten klar und methodisch geordnet und überzeugend dargetan zu haben. Stets war er der Ansprechpartner für die Patienten.

 

Viele von uns, vor allem auch in den Bundesvorständen und Gremien, hatten das Glück mit ihm zusammenzuarbeiten und von ihm lernen zu dürfen. Danke, lieber Hermann Finck!

 

Wir halten ihn in Erinnerung, wie er in den schönen Stunden seines Lebens bei uns war. Unsere guten Gedanken begleiten seine Familie in dieser schweren Zeit.

 

Der Bundesvorstand des DDB, auch im Namen der treu verbundenen Landesverbände und Einzelmitglieder

Pressemeldung des GBA zum CGM-Beschluss

CGM - Der Mythos IST wahr!!

CGM - Der Mythos IST wahr!!

Die Entscheidung ist gefallen...

Pumpenträger und Diabetiker mit ICT können CGM erhalten (auch Typ 2 mit ICT)

Nicht nur Hypoglykämien sind Voraussetzung, sondern das nicht Erreichen von Therapiezielen, die von Arzt und Patient festgelegt wurden.

Wir danken den Angehörigen des GBA auf Seiten der kassenärztlichen Bundesvereinigung, des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung, der Patientenbeteiligung, hier insbesondere unseren Vertretern des DDB Sabine Westermann und Dieter Möhler für die hervorragende Arbeit!

25.Jahre DDB Landesverband Brandenburg!

25.Jahre DDB Landesverband Brandenburg!
Der Deutsche Diabetiker Bund gratuliert seinem Landesverband Brandenburg, der heute sein 25.jähriges Bestehen feiert.
Wir wünschen Euch eine schöne Feier und freuen uns bereits auf die nächsten Jahre erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Diabetiker in Brandenburg.

DDB zu Gast bei der Arbeitsgruppe „Gesundheit“ der SPD Bundestagsfraktion

Auf Einladung der Arbeitsgruppe „Gesundheit“ der SPD Bundestagsfraktion kamen in Berlin Vertreter fast aller in Deutschland tätigen Diabetes Organisationen zusammen. Selbstverständlich zählte auch hierzu der Deutsche Diabetiker Bund.

Insbesondere wurde mit den anwesenden Politikern Verbesserungsvorschläge zum Präventionsgesetz und zum Nationalen Diabetesplan diskutiert.

Auch die Änderung der Kriterien der Studienerhebung, um die Patientenrealität besser abzubilden wurde angesprochen, so z.B. auch das Thema Zuzahlungsbefreiung für von Armut bedrohte Personen (Hartz IV, Rentner mit kleiner Rente und Alleinerziehende ...).

Ebenso wurde ausgiebig über die DMP´s diskutiert. Welcher Stand konnte seit Einführung erreicht werden, was soll noch kommen, wie ist die Umsetzung in Deutschland?

DDB informiert sich auf der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft

Auf Einladung der DDG waren auch 2016 wieder Vertreter des Deutschen Diabetiker Bundes beim größten deutschen Diabetes Kongress in Berlin mit von der Partie. Es gab eine Menge Neues zu entdecken, interessanten Vorträgen zu lauschen und Gespräche zu führen. Insbesondere der rege Austausch mit der nationalen Diabetes Szene stand im Mittelpunkt der Aktivitäten.

So konnten z.B. tolle Gespräche mit den großen Anbietern von CGM-Systemen in Deutschland geführt werden, welche letztendlich dazu führten, dass den Teilnehmern des DDB-Familienwochenende, welches in der Zeit vom 10. Juni bis 12. Juni 2016 in Olpe stattfindet (noch sind einige Plätze frei, jetzt gleich hier anmelden!), je ein CGM-System kostenlos zur Probe zur Verfügung gestellt wird. Bei diesem Probetragen wird man die Technik persönlich kennen lernen können und schauen, wie sich die eigenen Werte auch außerhalb der Blutzuckermessung verhalten.

Ebenfalls wurde selbstverständlich auch der Stand des Hilfswerkes für jugendliche Diabetiker besucht, dessen Hauptgesellschafter der DDB ist. Mit seinen Einrichtungen in Apolda und Lüdenscheid ist das Hilfswerk inzwischen ein wichtiger Bestandteil in der Betreuung jugendlicher Diabetiker in Deutschland.

Positiv wurde seitens des DDB aufgenommen, dass nach einigen Jahren Durststrecke, wieder vermehrt neue Produkte für Blinde und Sehbehinderte Menschen mit Diabetes auf den Markt kommen. Innovative Techniken der Mobiltelefone eröffnet hier ganz neue Möglichkeiten.

Generell nehmen Handys einen immer wichtigeren Platz auch im Leben der Diabetiker ein. Etliche Apps rund um das Thema Diabetes drängen auf den Markt. So ist es bereits Möglich, seine Blutzucker oder auch die CGM-Werte vom Mobiltelefon abzulesen. Diese Werte können dann auch für Dritte freigegeben werden, s.d. zum Beispiel Eltern zu jeder Zeit die Werte ihrer an Diabetes erkrankten Schützlinge verfolgen können.

Ein neues System der kontinuierlichen Glukosemessung konnte Roche vorstellen. Hierbei soll ein Sensor in den Oberarm implantiert werden und verlässliche CGM Werte liefern. Wann die Markteinführung dieses Systems sein wird, dass zunächst nur bei Erwachsenen angewendet werden soll, steht noch nicht fest.

Generell konnte der DDB während der vier Kongresstage in Berlin wieder viel Werbung in eigener Sache machen. Überall wurde man positiv aufgenommen und konnte viele gute Gespräche mit Diabetologen, Diabetesberatern und Pharmaunternehmen führen. Insbesondere wurden auch viele Unterstützer des DDB-Weltdiabetestages gewonnen, der in diesem Jahr am 19.11. im FSB-Bildungszentrum in Berlin stattfindet.

Neue CGM-Entscheidung in Berlin-Brandenburg: Kasse wehrt Kostenübernahme ab

Neue CGM-Entscheidung in Berlin-Brandenburg:  Kasse wehrt Kostenübernahme ab

Berlin, 26.01.2015

Erneut hat eine Krankenkasse die Kostenerstattung der Kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) juristisch abgewehrt. Das zeigt ein aktuelles Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg (Aktenzeichen: LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10.12.2014, L 1 KR 25/13). Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) kritisiert die Entscheidung scharf.

 

Geklagt hatte eine Typ-1-Diabetikerin mit einer Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung, Dawn-Phänomen (Blutzuckeranstieg in den frühen Morgenstunden) und starken Hormonschwankungen. Die Patientin ist gleichzeitig an Brustkrebs erkrankt. Die Chemo- und Strahlentherapie wirkte sich auch auf die Blutzuckereinstellung aus. Aufgrund der Ablehnung der Kostenübernahme eines CGM-Systems durch ihre Kasse (BIG direkt gesund) bat sie schon im April 2009 das zuständige Sozialgericht um erneute Prüfung in ihrem Einzelfall.

Der Rechtsstreit dauerte insgesamt sechs Jahre und endete jetzt in dem aktuellen Urteil: Das Landessozialgericht wies als höhere juristische Instanz die Berufung der Klägerin ab; eine Revision ließ es nicht zu. Die Insulinpumpenträgerin bleibt damit auf den Kosten für ihr CGM-System und die notwendigen Sensoren sitzen.

Das Gericht begründet sein Urteil u.a. damit, dass ein CGM-Gerät nicht bei allen Typ-1-Diabetikern mit einer Wahrnehmungsstörung für Unterzuckerungen erforderlich sei. Zu dieser Erkrankung müsse das besondere Risiko unvorhersehbarer schwerer Hypoglykämien hinzukommen, dem auch nicht mit einer Blutzuckermessung von maximal 10 Messungen am Tag ausreichend entgegen gewirkt werden kann. Es sei jedoch nicht ersichtlich, dass die Klägerin an häufigen schweren Hypos, schweren nächtlichen Unterzuckerungen leide oder in letzter Zeit zwei schwere Hypoglykämien mit nachgewiesenem Fremdhilfebedarf gehabt hätte. Daher zähle sie auch nicht zur Risikogruppe der Patienten, die ein CGM-System benötigten.

Gericht beruft sich auf DDG-Positionspapier

Das Landessozialgericht beruft sich damit inhaltlich auf ein Positionspapier der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG, Arbeitsgemeinschaft diabetologische Technologie e.V.) aus dem Jahr 2010. „Diese Rechtsauffassung ist unrichtig, zumal nicht auf Veröffentlichungen der DDG abzustellen ist. Auch Leitlinien können generell nicht auf dem neuesten medizinischen Stand sein“, kritisiert der DDB-Bundesvorsitzende Dieter Möhler. Die Begründung des LSG wundert den Rechtsanwalt insofern, weil sogar die höchstrichterliche Rechtsprechung bisher durchgängig davon ausgeht, dass nicht die Fachgesellschaften, sondern der Gemeinsame Bundesausschuss den Stand der Medizinwissenschaft abbildet.

Die Einschätzungen zur CGM in dem DDG-Papier hält er schlicht für unüberlegt. Rechtsanwältin Sabine Westermann vom DDB-Rechtsberatungsnetz ergänzt: „Für Patienten entstehen erhebliche Nachteile, wenn sie erstmal mindestens zwei schwere Hypos mit Fremdhilfe nachweisen müssen. Und was, wenn keine Fremdhilfe verfügbar ist?“ Auch die 10 Blutzuckermessungen am Tag sieht sie skeptisch. „Kaum ein Diabetiker bekommt 900 Streifen im Quartal von seinem Diabetologen verordnet, weil viele Ärzte Regresse befürchten.“

Zuletzt hatte der DDB im Oktober 2014 die DDG zu einer klaren Positionierung zur CGM aufgefordert und deren Erfordernis von gehäuften schweren Hypoglykämien als Voraussetzung für ein CGM-System beanstandet.

Im Kampf um die Kostenübernahme der CGM wird sich der DDB weiter für Menschen mit Diabetes stark machen. Diese Hilfsmittel zeigen Glukosetrends an und warnen den Patienten vor zu hohen oder zu niedrigen Werten, wodurch Hypoglykämien rechtzeitig erkannt und erfolgreich vermieden werden können.

Kontakt:

Deutscher Diabetiker Bund e.V.

Bundesgeschäftsstelle

Käthe-Niederkirchner-Str. 16

10407 Berlin

Tel. 030/420 824 980

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

DDB ruft Patienten zu Stellungnahmen auf!

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat im Juli seinen Vorbericht zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) veröffentlicht. Bei der gemeinsamen Betrachtung von schweren und schwerwiegenden Unterzuckerungen (Hypoglykämien) sowie dem Langzeitblutzucker (HbA1c-Werte) sieht das Institut Vorteile für die CGM.

Bis 18. August können noch Stellungnahmen an das Institut gerichtet werden, die sich mit der CGM befassen. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) hat bereits ein umfangreiches Statement hinsichtlich der Notwendigkeit und der Vorteile der kontinuierlichen Glukosemessung, insbesondere für Patienten, die zu häufigen und schweren Hypoglykämien neigen und/oder stark schwankende Werte haben, eingereicht.